AI EDITION BERLIN
JULIEN BONET - Digger
JULIEN BONET - Digger
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Technik: Promptography auf Hahnemühle Fine Art Papier
Größe: 50 x 40 cm
Auflage: 3 + 1 A. P.
Jahr: 2024-25
Vom Künstler auf einem separaten Etikett signiert, datiert und mit einer Editionsnummer versehen.
Digger
Ein Körper, verschmolzen mit Stein. Die Oberfläche wirkt wie gewachsen aus geologischen Zeitaltern – Adern von Grün, Braun und Blau durchziehen den Mantel, der zugleich Tarnung und Offenbarung ist. Nur die nackten Füße verraten die Menschlichkeit unter dem Monument. Digger ist weder Mensch noch Fels, sondern ein Übergangswesen: ein Erinnerungsfragment aus einer Zeit, in der Natur und Mensch noch untrennbar verbunden waren.
Diese Figur gräbt nicht mit Werkzeugen, sondern mit ihrer Existenz. Sie steht für die Arbeit, die verschwindet, und für die Ressourcen, die dem Erdboden entrissen werden – Mineralien, Metalle, Energie. Der Körper als Rohstoff, die Landschaft als Spiegel der Ausbeutung. Zugleich aber birgt die Figur eine spirituelle Dimension: In ihrer Statik wirkt sie wie eine Säule, ein Altar, ein Hüter des Unsichtbaren.
Bonets Maskeraden-Serie transformiert hier ein uraltes Motiv: den mythischen „Erdmenschen“, der zwischen Welten vermittelt – zwischen Untergrund und Oberfläche, Tod und Erneuerung. In einer Gegenwart, die von Umweltkrisen und Rohstoffkämpfen geprägt ist, wird Digger zum Bild unserer Abhängigkeit: Wir graben, um zu leben, und graben doch zugleich unser eigenes Fundament unter uns weg.
Teil der fortlaufenden Serie Maskeraden – zeitgenössische Mythen zwischen Angst, Ritual und kollektiver Erinnerung.
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